Ruppersthaler Mammutlauf

Mammut in Ruppersthal

Mammutfund

Ausgrabung im Mordtal1mammut

Bei einer Ausgrabung im Jahre 1976 im Löß von Ruppersthal kamen große Mengen gut erhaltener Mammutknochen zu Tage. Ebenfalls gefundene Werkzeuge und Feuerspuren lassen auf eine jungpaläolithische Mammutjägerstation schließen. Ein Teil der originalen Fundsituation wurde in Fiberglas konserviert und gemeinsam mit den anderen Fundstücken im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt. Die C-14 Datierung dieser Objekte ergab ein absolutes Alter von 21.500 Jahren. An der Fundstelle im Mordtal1 (Riedebezeichnung) gedeiht heute – wie vor den Ausgrabungen – ein Weingarten.

1Mordtal
Die Riedebezeichnung „Mordtal“ deutet vermutlich nicht auf ein Gewaltverbrechen sondern stammt vom mundartlichen „am Oad des Tales“ (= am Ende des Tales).


 

Einige Knochenreste

Wie im oberen Absatz bereits erwähnt sieht man in dieser Vitrine einen Teil des Mammutfundes in – um die ursprüngliche Fundsituation zu erhalten – Fiberglas gegossen.knochen

  1. Schulterblatt (Scapula)
  2. Erster Halswirbel (Atlas)
  3. Rippe (Costa)
  4. Brustwirbel (Vertebra thorcalis)
  5. Sprungbein (Astragalus)
  6. Fragment einer Speiche (Radius)
  7. Epiphyse des Schienbeins (Tibia)

 

Der Mammutschädel

Mammuthus primigenius BlumenbachSchädel
Auch der Schädel eines jungeiszeitlichen (Würm) Mammuts ist in der ursprünglichen Fundlage ausgestellt‚ um die Mahlzähne des Oberkiefers zu zeigen. Sobald diese abgenützt waren‚ wurden die nächsten von insgesamt sechs‚ wie es heute noch der Elefant macht‚ vorgeschoben. Hinter dem linken Stoßzahn sieht man den Oberschenkelknochen (Femur) eines jungpleistozänen Mammuts‚ welcher ebenfalls – wie auch die anderen Stücke – von der Ruppersthaler Fundstelle im Mordtal stammt. Hinter dem rechten Stoßzahn sieht man den Unterkiefer eines jungen Mammuts (jungpleistozän).


 

museum
Das Naturhistorische Museum in Wien

Im Jahre 1748 wurde die Sammlung des Naturhistorischen Museums‚ die damals allerdings noch in der Hofburg ausgestellt war‚ von Kaiser Franz Stephan von Lothringen‚ dem Gatten Maria Theresias‚ begründet. Bereits 1766 war die Ausstellung öffentlich zugänglich. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Naturaliensammlung um ein Tier- und Pflanzenkabinett erweitert. Obwohl ein Teil der Kollektion 1848 durch einen Brand vernichtet wurde‚ war dennoch stets zu wenig Platz für die zahlreichen Ausstellungsstücke‚ die sich ständig durch die zahlreichen wissenschaftlichen Expititionen und durch die Weltumeglung der Fregatte Novara vermehrten. Am 10. August 1889 wurde daher das K.k. Naturhistorische Hofmuseum eröffnet‚ welches nicht nur die große Schausammlung sondern auch eine leistungsfähige Forschungseinrichtung zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Schaumaterials beherbergte (geplant von den Architekten Karl von Hasenauer und Gottfried Semper). Geöffnet ist das Museum‚ das außer den zahlreichen Sammlungsstücken auch immer wieder großartige Sonderausstellungen bietet‚ täglich außer Dienstags 9.00 bis 18.30 Uhr bzw. Mittwochs 9.00 bis 21.00 Uhr außer dem 1. Jänner‚ dem 1. Mai‚ dem 1. November und dem 25. Dezember. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man das Museum mit der U-Bahn (U2/U3 Station Volkstheater)‚ mit der Straßenbahn (D/J/1/2 Station Dr.-Karl-Renner-Ring‚ 46/49 Station Bellariastraß) sowie mit dem Autobus (2A Station Burgring‚ 48A Station Bellariastraße).


 

Quelle: Naturhistorisches Museum Wien


 

 

 

http://www.mammutlauf.at/der-eisdreier/
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